Abiturvorbereitung ganz anders – Leistungskurs besucht Globalisierungsseminar

Abiturvorbereitung ganz anders – Leistungskurs besucht Globalisierungsseminar

INGELHEIM – Fast drei Tage sollte es uns, den PoWi-Leistungskurs von Frau Trick, auf die andere Rheinseite verschlagen. Im dortigen Weiterbildungszentrum wurde sich ab dem 18.01.2023 intensiv mit der „Dritten Welt im Spannungsfeld der Globalisierung“ beschäftigt.

Zum einen sind die Themen Entwicklung und Globalisierung, aus aktueller Sicht betrachtet, wichtiger denn je, viel mehr sind sie aber Teil des Abiturerlasses. Interaktives Lernen außerhalb des schulischen Umfeldes sollte uns nun in der Abiturvorbereitung unterstützen.

Dabei bieten Globalisierung und Entwicklung ein weites Themenfeld an. Der Fokus des Seminars wurde deswegen auf die Begrifflichkeit „Entwicklungsland“, Entwicklungstheorien und Folgen der Entwicklungszusammenarbeit gelegt.

Die theoretischen Grundlagen wurden vor allem am ersten Tag von einer Referentin in Form interaktiver Arbeitsmethoden, wie beispielsweise das Vergleichen von unterschiedlichen Meinungen (hier: Zitate) über den Begriff „Entwicklungsland“, geschaffen. Dabei standen unterschiedliche Sichtweisen von Menschen aus Industrieländern im Kontrast zu jenen aus sogenannten Entwicklungsländern. Die rein wirtschaftliche Perspektive (steigendes BIP) wurde schnell kritisch beäugt.

Konkrete Beispiele aus der Praxis sollte Tag zwei liefern. Zwei Referenten der Universität Mainz aus unterschiedlichen Fachbereichen stellten Entwicklung und Globalisierung anhand der Beispiele Indien und Kuba beziehungsweise Südamerika vor. Der erste Teil über Indien verfolgte dabei einen historisch- geografischen Ansatz, wobei der Nachmittag mit Kuba eher auf politische Ursachen für Entwicklungsprobleme einging. Gerade diese Diversität und Erfahrungsbericht vom eigenen Besuch der beiden Länder brachten viele neue Erkenntnisse.

Einer der vorherigen Referenten sollte uns zudem am dritten Tag noch einmal die Entwicklungstheorien näherbringen. Diese wären Geodeterminismus, die Modernisierungstheorie und die Dependenztheorie (Entwicklungsprobleme durch natürliche Begebenheiten, selbstverschuldete Folgen oder von außerhalb verursacht). Spannend war dies gerade im Kontext der vorherigen Beispiele.

Doch auch die Vermittlungsweise sorgte für ein anhaltendes Interesses an den Themen. Da wir viele Fragen stellen durften und die Vorträge interaktiv gestaltet waren, bewertete der gesamte Kurs unseren Ausflug als durchaus positiv. Dem in die Hände spielte die Tatsache, dass ein längerer Zeitraum von drei Tagen den Raum bot für Bereiche, die im Unterricht manchmal dank mangelnder Zeit zu kurz kommen. So flammten in den Pausen auch Diskussionen zwischen uns Mitschülern auf und auch bei denen, die bisher dem Thema mit einer Haltung von Quietismus entgegengetreten waren, wurde Interesse geweckt.

Schlussendlich bot uns das Seminar viel neues Wissen und neue Arten an Interaktionen mit den Themen. Zwar bleibt noch zu klären, welche Auswirkungen das Seminar auf unsere Endnote in der Prüfung haben mag, jedoch stempeln die mitgenommen Erkenntnisse über das Themenspektrum, aber auch über Vortragsweisen und außerschulisches Lernen meiner Meinung nach dem Seminar Erfolg auf. Somit schließe ich mich den Meinungen meiner Freunde und Frau Trick an und würde weiteren Klassen dieses Seminar am WBZ auf jeden Fall weiterempfehlen.

(Paul Anton Wickop)

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