Letzte Woche besuchten wir als Kurs die Klimakiste am Luisenplatz. Wir haben uns nach der zweiten großen Pause am Eingang der Schule getroffen. Vor dem Lehrerparkplatz haben wir einen Kreis gebildet und wir haben anhand einer aufgemalten Erde, einer aufgemalten Sonne und Wärmestrahlen gezeigt, wie der Treibhauseffekt funktioniert. Danach haben wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Stadt gemacht. Dort sind wir vom Dern‘schen Gelände bis zur Marktkirche gelaufen und haben uns in 4er-Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat dann Kreide bekommen und sollte aufmalen, was man unter dem Urban-Heat-Island-Effekt versteht. Unsere Gruppe hat eine Insel gemalt und dort viele betonierte Straßen und Hochhäuser eingezeichnet. Außerdem gab es auf unserer Insel viele Autos und eher weniger Pflanzen. Der Urban-Heat-Island-Effekt entsteht nämlich, wenn eine Stadt durch viel Beton und zugebaute Flächen die Wärme speichert. Deshalb sind Städte immer wärmer als das Umland. Dann sind wir zum Luisenplatz gelaufen. Auf dem Weg sind wie durch eine Gasse gelaufen, die perfekt gezeigt hat, wie zugebaut und betoniert auch Wiesbaden ist. Am Luisenplatz haben wir uns dann in Ruhe die Kiste angeschaut und die Informationsblöcke daneben durchgelesen. Die Kiste selbst war voller Pflanzen und besaß ein Vernebelungssystem, aus dem feiner Sprühnebel trat. Ein sehr kühlender Effekt. Neben der Box saßen einige Wohnungslose. Wenn die Temperaturen für mehrere Wochen einfach nicht sinken, ist es wichtig, dass auch Menschen ohne ein kühles Zuhause, einen Ort haben, an dem sich ihr Kreislauf erholen kann.
(Mara Schneider)




