Andacht zu Ostern – Brüche zulassen, Hoffnung finden

Andacht zu Ostern – Brüche zulassen, Hoffnung finden

Im Rahmen unserer diesjährigen Andacht stand das Osterfest im Mittelpunkt. Dabei ging es vor allem um die Bedeutung von Rissen in unserem Leben, Hoffnung und Neuanfang.

Zu Beginn wurde ein anschauliches Beispiel vorgestellt: Eine zerbrochene Schale, die mit einer besonderen goldenen Paste wieder zusammengesetzt wird. Diese Methode, inspiriert von der japanischen Kunst des „Kintsugi“, zeigt, dass Brüche und Fehler nicht versteckt werden müssen, sondern Teil unserer Geschichte sind und sogar etwas Wertvolles entstehen lassen können.

Im Anschluss führten Schülerinnen der sechsten Klassen ein kurzes Theaterstück auf. Darin ging es um ein Mädchen, dessen geliebtes Kuscheltier von ihrer Schwester aus Neid beschädigt wurde. Am Ende wurde es geflickt und gab neuen Mut. Die Geschichte zeigte, wie schnell Dinge oder Freundschaften, die uns wichtig sind, belastet werden können, aber auch, wie wichtig Verständnis und Versöhnung sind, um Dinge und Beziehungen wieder heil zu machen.

Die Moderatoren Luana und Jonas erklärten, dass auch die Ostergeschichte so eine „Riss-Geschichte“ ist, indem durch das Leiden und Sterben Jesu viel zerbricht. Aber genauso ist sie auch Hoffnungsgeschichte durch die Auferstehung, da werden die Risse geheilt. Darum sollte es dann gehen.

Im Zentrum der Andacht waren dann alle eingeladen zu einer kreativen Aufgabe: Alle Teilnehmenden gestalteten Karten, die einen bildlichen Riss enthalten. Auf diesen Karten konnten sie Dinge festhalten, die sie gerade im Alltag belasten oder verletzen. Diese wurden anschließend mit goldener Farbe übermalt – so wie auf dem Bild mit der zerbrochenen Schale, die wunderschön mit der goldenen Paste wieder zusammengefügt war. Die goldenen Stifte sollten dabei ein Zeichen sein, dass auch schwierige Erfahrungen heilen und in etwas Positives verwandelt werden können. Dazu lief das Lied „Fix you“ von Coldplay.

Neben Fürbitten für Menschen mit schweren Rissen, wurden auch ausgewählte Bibelverse vorgelesen, die die Botschaft der Andacht unterstrichen: Wir alle kennen Risse und schwere Situationen in unserem Leben. Aber wir finden auch Hoffnung: An Ostern ist nicht der Tod das Ende: das Grab ist leer – das Leben und die Hoffnung haben gesiegt. Wir haben genau das in der Bibellesung gehört: Maria am Grab macht genau diese Erfahrung und darf an der Hoffnung teilhaben.

Die Andacht bot insgesamt eine ruhige und nachdenkliche Atmosphäre und lud dazu ein, über eigene Risse im Leben nachzudenken und zu überlegen, wo wir Hoffnung finden können.

(Christian Badal, Felix Werner, Niklas Weyrauch)

Stay Connected

Weitere Neuigkeiten

Nach oben scrollen