Um 9 Uhr begann für uns ein spannender MINT-Tag bei Boeing in Neu-Isenburg. Sieben Schülerinnen und Schüler der Q3 unserer Schule nahmen gemeinsam mit weiteren Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schulen des MINT-Schulnetzwerks Rhein-Main teil. Nach einer freundlichen Begrüßung wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, die verschiedene Workshops durchliefen. Der gesamte Tag fand auf Englisch statt und gab uns interessante Einblicke in die Arbeit bei Boeing.
Im Vorfeld konnten wir entscheiden, ob wir an den ersten beiden Projekten oder am etwas zeitaufwendigeren dritten Projekt teilnehmen wollten.
Im ersten Projekt ging es um Barrierefreiheit im Flugzeug und am Flughafen. Wir beschäftigten uns dabei mit Hilfen für blinde und sehbehinderte Menschen und bauten sogenannte „tactile maps“. Dabei handelt es sich um Lage- und Fluchtwegkarten, wie sie beispielsweise in den Sitztaschen eines Flugzeugs zu finden sind. Durch hervorstehende Elemente auf der Oberfläche und Blindenschrift können die Karten auch ertastet und ohne visuelle Wahrnehmung verstanden werden. Wir durften anschließend aus Moosgummi, Styropor, Kork und weiteren Materialien „tactile maps“ von einem Teil der Lagerhalle anfertigen, in der Boeing untergebracht ist.
Im zweiten Projekt beschäftigten wir uns mit effizienten Boarding-Methoden neben der klassischen „back-to-front“-Methode. Dabei geht es darum, die Passagiere unter Berücksichtigung ihrer Sitzplätze, aber auch möglicher Beeinträchtigungen so in Boarding-Gruppen einzuteilen, dass das Einsteigen in das Flugzeug möglichst schnell und effizient abläuft. Nachdem wir verschiedene Methoden entwickelt hatten, probierten wir sie aus und erstellten Plakate zur Effizienz unserer Boarding-Methode. Diese präsentierten wir zunächst in der Gruppe und später im Plenum.
In unserem dritten Projekt ging es darum, wie eine KI Zusammenhänge zwischen verschiedenen Informationen erkennen kann. Dafür verknüpften wir einfache Aussagen miteinander, sodass eine strukturierte Wissensbasis entstand. Anschließend wurde uns gezeigt, wie Boeing eine solche Methode nutzt, damit die eigene KI Fragen anhand der vorhandenen Zusammenhänge beantworten kann.
Nach den Workshops gab es noch ein besonderes Highlight: den Flugsimulator, in dem jeder von uns selbst einen Start oder eine Landung ausprobieren durfte. Anschließend konnten wir bei einer gemeinsamen Fragerunde den Boeing-Mitarbeitenden Fragen zu Ausbildung, Studium, Praktika und ihrem beruflichen Werdegang stellen.
Gegen 17 Uhr endete damit ein abwechslungsreicher und interessanter MINT-Tag bei Boeing, an dem wir viele spannende Einblicke in die Bereiche Technik, Innovation und Luftfahrt gewinnen konnten.
(Paula Keil)




