Erkenntnisreiches Requisit-Theater

Was ist eigentlich Improvisationstheater? Und was hat diese Art des Theaterspielens mit dem Thema Drogensucht zu tun? Das konnten die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der Martin-Niemöller-Schule bei einem Workshop, geleitet von Mitgliedern des Requisit-Theaters aus Wiesbaden, erfahren.

Hierzu fanden sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mittwoch, den 06.03.2019, in der Schulaula zusammen und die Zuschauer wurden direkt mit einem tollen Saxophon-Stück begrüßt. Als dann schließlich alle Platz genommen hatten, ging die Show erst richtig los! Mit Hilfe von

Begriffen aus dem Publikum entwickelten die fünf Schauspielerinnen und Schauspieler des Requisit-Theaters ganz spontan Geschichten, die sie dann mit den passenden Emotionen, aber auch der richtigen Musiktechnik vorspielten. Hierbei wurden die Schülerinnen und Schüler gut mit einbezogen, bei einer Nummer durften sie sogar vorne an der Bühne stehen und zwischendurch immer mehr neue Begriffe einwerfen. Das Schauspiel an sich hatte erst einmal nichts direkt mit Alkohol- beziehungsweise Drogenmissbrauch zu tun, es war viel eher von einer Menge lustiger Themen und Humor geprägt.

Nach wenigen Stunden war der Spaß dann vorbei und es ging weiter mit dem etwas ernsteren Teil. Hierzu teilten sich die Schülerinnen und Schüler in drei verschiedene Gruppen auf und gingen anschließend mit ein oder zwei Schauspielerinnen und Schauspielern in einen separaten Raum. Hier erzählten diese erstmals von ihrer Vergangenheit, ihren Erfahrungen mit Drogen und ihrer Verbindung zum Improvisationstheater. Daraufhin hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen, um sich ein besseres Bild von dem schweren Leben der ehemaligen Süchtigen machen zu können. Für viele der Jugendlichen war es sehr interessant zu sehen, wie offen die Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihren Geschichten umgingen und wie wenig man ihnen ihre Vergangenheit während des Schauspielens ansehen konnte.

Eine Veranstaltung dieser Art bot den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit, aus erster Hand von Lebenswegen zu erfahren, die sie sonst eher in den Medien wahrnehmen. Sie haben diese Möglichkeit gerne genutzt und sind mit vielen neuen Erkenntnissen aus dieser Veranstaltung herausgegangen.

 

(Marlene Hamann)

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