Die MNS-Schülerinnen Rheana Schücke und Lotta Liebau (Q3) haben beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2024/25 einen der begehrten Landessiege errungen. Unter dem Leitthema „Bis hierin und nicht weiter. Grenzen in der Geschichte“ hatte die Körber-Stiftung im September 2024 Schülerinnen und Schüler bundesweit dazu aufgerufen, sich mit territorialen, sozialen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Grenzen und ihren Wirkungen auseinanderzusetzen. In diesem Rahmen forschten Rheana und Lotta zu den Auswirkungen der neuen Außengrenzen und innerdeutschen Sektorengrenzen nach 1945. Für ihre umfassenden schriftlichen Ausarbeitung „Neue Grenzen, neue Heimat? Geflüchtete und Vertrieben in Wiesbaden zwischen Integration und Exklusion (1945-1949)“ werteten sie umfangreiches Archivmaterial aus und führten ein Zeitzeugeninterview. Dabei interessierten sie sich insbesondere für die Wechselwirkungen zwischen geografischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Grenzen: Welche Faktoren entschieden darüber, welche Personen und Gruppen als „legitime“ Flüchtlinge anerkannt wurden? Wer erhielt Zugang zu knappen Ressourcen? Wie wurde die Aufnahme und der Ausschluss von Geflüchteten begründet? Welche Formen der Unterstützung förderten oder erschwerten die Integration der „Neubürger“?
Ihre differenzierten Ergebnisse zu diesen Fragen zeichnen ein komplexes Bild im Umgang mit Geflüchteten, das teils erstaunliche Parallelen zu aktuellen Migrations- und Integrationsdiskursen aufzeigt.
Die große Eigenleistung der beiden wurde im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 26.8.2025 im Hessischen Landtag gewürdigt. Dort erhielten sie in Anwesenheit von Kultusminister Armin Schwarz und Landtagspräsidentin Astrid Wallmann eine feierliche Auszeichnung samt Geldpreis. Zudem sind Rheana und Lotta damit für eine Auszeichnung auf Bundesebene qualifiziert.
Die Martin-Niemöller-Schule gratuliert herzlich und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg!
(Benjamin Laqua)




