Im Rahmen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts nahmen die beiden PoWi-Leistungskurse der Q3 am Seminar „Die Welt im Spannungsfeld der Globalisierung“ im Weiterbildungszentrum Ingelheim teil. Über zweieinhalb Tage hinweg erhielten die Schülerinnen und Schüler interaktiv vertiefte Einblicke in zentrale Themen der Entwicklungs- und Globalisierungspolitik.
Zu Beginn des Seminars wurden grundlegende Fragen behandelt: Was bedeutet „Entwicklung“ überhaupt? Warum entwickeln sich Länder wirtschaftlich und sozial so unterschiedlich?Darauf aufbauend wurden Ursachen von Entwicklungsproblemen im Globalen Süden analysiert. Neben historischen Faktoren wie Kolonialismus spielen auch aktuelle wirtschaftliche Abhängigkeiten, politische Strukturen und globale Machtverhältnisse eine Rolle. Ziel war es, Erklärungen zu hinterfragen und die Komplexität globaler Zusammenhänge zu verstehen.
Am zweiten Seminartag stand ein Workshop zu Entwicklungsstrategien im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Kigali zum Singapur Afrikas machen?“ wurde am Beispiel Ruanda diskutiert, wie Staaten versuchen, wirtschaftliche Entwicklung gezielt voranzutreiben. Dabei wurden politische Reformen, Investitionsstrategien und Bildungsinitiativen anhand ihrer Chancen und Risiken bewertet.
Am letzten Seminartag wurden weitere Entwicklungsstrategien in Lateinamerika betrachtet. Dabei ging es unter anderem um Fragen sozialer Ungleichheit, wirtschaftlicher Diversifizierung und nachhaltiger Entwicklung. Die vergleichende Perspektive ermöglichte es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Weltregionen herauszuarbeiten.
Das Globalisierungsseminar in Ingelheim bot den PoWi-Leistungskursen der Q3 die Möglichkeit, zentrale abiturrelevante Inhalte in komprimierter und praxisnaher Form zu vertiefen. Durch die Mischung aus Vorträgen, Workshops und Diskussionen entstand ein abwechslungsreicher Einblick in die Herausforderungen und Chancen einer globalisierten Welt.
(Tan Kakmaci)




