Vom 29.03 bis 31.03.2021 hatten einige SchülerInnen und betreuende Lehrkräfte der Schülerinitiative Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage im Rahmen des Netzwerktreffens der Courage-Schulen die Möglichkeit, an drei digitalen Home-Trainings der Bildungsstätte Anne Frank für ein demokratisches Miteinander teilzunehmen.

 

Montag, 29.03.2021: Gewaltfrei kommunizieren statt Hate Speech produzieren

Den Auftakt bildete am Montag der Workshop zur gewaltfreien Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg. Konstruktiv statt aggro: Unter der Anleitung von Ute Faber lernten die TeilnehmerInnen an eigenen Konfliktbeispielen objektiv zu beobachten, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen und daraufhin eine konkrete, positive und handlungsorientierte Bitte an das Gegenüber zu richten. Diese Art der Kommunikation kann gerade in Diskriminierungssituationen eine Rückkehr zu einem wertschätzenden Miteinander im Klassenraum ermöglichen.

Dienstag, 30.03.2021: Kinder- und Jugendrechte in der Pandemie

Was brauchen Kinder und Jugendliche, um glücklich leben und gut aufwachsen zu können – grundsätzlich, aber vor allem während der Pandemie? Mit dieser Frage wurde sich in den Workshops am Dienstag, die von dem Projektteam „Zusammenleben neu gestalten“ durchgeführt wurden, beschäftigt. Nach grundlegenden Erläuterungen bzgl. Menschen- und Kinderrechten war man eingeladen, sich selbst mit den eigenen Menschenrechtsvorstellungen auseinanderzusetzen.

„Der Workshop hat mir großen Spaß gemacht und ich habe anhand von aktuellen Fallbeispielen viel Neues über Kinder- und Jugendrechte in Zeiten von Corona gelernt.“ (Greta Ollenik)

Mittwoch, 31.03.2021: Argumentationstraining gegen rechte und rassistische Parolen

Wir alle kennen das: In der Schule, im Sportverein, in der Familie oder auf der Straße fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, hätten gerne den Mund aufgemacht. Hier setzte das Argumentationstraining gegen rechte und rassistische Parolen an.

„Zu Zivilcourage gehört Mut, den man oft nicht von heute auf morgen aufbringen kann. Das wichtigste ist in Situationen, in denen andere Menschen Unterstützung benötigen, nicht einfach daneben zu stehen und nichts zu machen.“ (Elisa Bruchhäuser)

„Manchmal weiß man nicht wie man auf solche rassistischen Aussagen antworten soll. Dann reicht es in einem ersten Schritt schon zu sagen: ‚Ich bin nicht Deiner/Ihrer Meinung.’ Somit hat man sich trotzdem positioniert.“ (Mita Hollingshaus)

„Zum Einstieg in den Workshop erhielten wir ein Situationsbeispiel und sollten uns überlegen wie wir reagieren würden. Eine Person steht vor uns in der Supermarktschlange und sagt, dass hier ja fast nur noch Ausländer einkaufen würden. Wie reagieren? Eine Möglichkeit wäre z.B. Nachfragen stellen (Wie legen Sie Ausländer*in fest?/Sind wir nicht alle irgendwo Ausländer*in?/Selbst wenn es so wäre, wo wäre dann das Problem?). Man könnte sich aber auch direkt positionieren (Das ist rassistisch, weil…/ Sie definieren Menschen gerade über ihr äußeres Erscheinungsbild, das ist Rassimus.), oder auf eine ironische Art und Weise reagieren (Man trifft ja immer mehr Rassist*innen an der Kasse).“ (Aaron Heinrich)

„Bei Bekanntgabe von vermeintlichen Informationen soll nach Quellen gefragt werden, da Rechte und Rassist*innen oftmals erfundene oder falsche Informationen verbreiten. Bei nicht auf sachlicher Basis argumentierenden Rechten und Rassist*innen soll man die Diskussion beenden, da diese keinen Sinn ergibt. Eine klare Positionierung gegen die getätigten Aussagen ist jedoch gewünscht und hilfreich, damit das Thema nicht heruntergespielt wird.“ (Calvin Zapotoczny)

Die Schülerinitiative Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

 

 

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