Wiesbadener Direktkandidaten stellen sich Schüler-Fragen: Podiumsgespräch zur Landtagswahl 2023

Wiesbadener Direktkandidaten stellen sich Schüler-Fragen: Podiumsgespräch zur Landtagswahl 2023

Anlässlich der Landtagswahlen im Oktober 2023 fand am Montag, den 17.07.2023, ab 13:30 Uhr ein Podiumsgespräch der Wiesbadener Direktkandidat:innen in der Aula der Martin-Niemöller-Schule statt. Zu Gast waren Kandidatinnen und Kandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien: Frau Elisabeth Kula (Linke), Herr Mathias Wagner (Bündnis 90/ Die Grünen), Herr Alexander Hofmann (SPD), Herr Prof. Dr. Alexander Lorz (CDU), Herr Christian Diers (FDP) und Herr Erich Heidkamp (AfD). Das Publikum bildeten die Schüler der Q-Phase und einige Schüler der E-Phase sowie Teile der Lehrerschaft.

Nachdem Herr Dr. Laqua das Podiumsgespräch mit einigen Grußworten einleitete wurde die Moderation an die zwei Schülerinnen Feline Quaring und Luca Stoll aus dem PoWi-Lk weitergegeben. Sie stellten den Ablauf und alle Direktkandidatinnen und Direktkandidaten zunächst vor und wiesen ebenfalls auf einige grundsätzliche Regeln hin – Zwischenrufe und Ähnliches waren verboten und von den Poliker:innen wünschte man sich in Anbetracht der begrenzten Zeit möglichst kurze Antworten. Im Anschluss wurde die Moderation an Sofie Hofmann und Masiha Amirkhani aus zwei PoWi-Grundkursen der Q2 weitergegeben. Zuvor hatten sich alle PoWi-Kurse im Unterricht mit einem spezifischen Themenbereich auseinandergesetzt und zu diesem Fragen vorbereitet.

Als Einstieg wurden drei generelle Fragen an die Politiker:innen zum Thema Schule und Leben gestellt, die sie mit einem Handzeichen beantworten mussten. Das erste Thema lautete Bildungspolitik. Es erfolgte eine einzelne Befragung zum Thema der Digitalisierung an Schulen und wer für anfallende Kosten aufkommen muss, sowie zum Thema der Chancengleichheit und wie diese im deutschen Bildungssystem gewährleistet werden kann. Hierbei wurden auch Lösungsansätze einiger Missstände wie bspw. dem Lehrermangel angerissen. SPD und FDP plädierten so z.B. für eine stärkere individuelle Förderung für Schüler:innen und die Linke für eine „attraktivere Gestaltung des Lehrer- bzw. Erzieher-Berufes“. Auch die Frage inwiefern die Schule eine Vorbereitung auf das Leben bietet, wurde heiß diskutiert, bevor die Schüler:innen aus dem Publikum zehn Minuten Zeit für thematische Rückfragen hatten.

Als nächster Themenblock stand der Wirtschaftsstandort Hessen auf der Liste. Die Überleitung erfolgte auch hier wieder über Feline und Luca, welche das Wort an Levin Kinzer-Scherf und Leopold Mohring auf der Bühne übergaben. Sie forderten von den Politiker:innen zunächst eine Einschätzung des Wirtschaftsstandortes Hessen ein. Weitere Fragen richteten sich vor allem an die Steigerung der Attraktivität Hessens als möglichen Wirtschaftsstandort für neue Unternehmen. Hier wurde nochmals die Digitalisierung sowie das Fallbeispiel des Verkaufs des Unternehmens Viessmann vor einigen Wochen aufgegriffen. Der ebenfalls im Themenbereich der Bildungspolitik angesprochene Punkt des Fachkräftemangels wurde im Rahmen des Wirtschaftsaspekts noch einmal vertieft. Auch im Anschluss daran ergab sich für neugierige Schüler wieder zehn Minuten lang die Möglichkeit Rückfragen zu stellen.

In einem letzten Themenbereich begrüßten Feline und Luca dann die Moderatorinnen Matea Seki und Marie Poiger auf der Bühne. Ihr thematischer Schwerpunkt bestand in dem seit Jahren heiß diskutierten Thema der Nachhaltigkeit. Angefangen mit einer Frage nach dem privaten Fortbewegungsmittel der anwesenden Politiker:innen erfolgte darauf ein kleines Gedankenexperiment: „Stellen Sie sich vor sie wären Verkehrsminister, was wäre ihre erste Maßnahme?“. Daraufhin befeuerten die beiden Moderatorinnen auch die Diskussion um Verbrenner- und Elektro-Motoren und stellten drei zugespitzte Entscheidungsfragen nach dem Entweder-Oder-Prinzip, welche jedoch von den meisten Politikern als nicht zu beantworten eingestuft wurden. Zuletzt drehte sich noch eine Frage um das sogenannte „Gebäudeenergiegesetz“, auch bekannt als „Heizungsgesetz“. Auch hier stellten Schüler: innen aus dem Publikum im Anschluss einige Rückfragen.

Wie geplant waren nun noch knapp 15 Minuten Zeit bis zum Ende des Podiumsgespräches, weshalb die Schüler:innen aus dem Publikum die Möglichkeit erhielten, über die angesprochenen Themen und Antworten hinaus Fragen zu stellen. Feline und Luca wählten so noch einige Schüler aus, die den Direktkandidat:innen interessante Fragen stellten.  

Nach dieser kleinen Fragerunde fand das interessante und aufschlussreiche Podiumsgespräch gegen 15:30 Uhr sein Ende und Feline und Luca bedankten sich bei allen Beteiligten für ihre Zeit und ihr Engagement. Vor allem verwiesen sie dabei auch auf die am 8. Oktober anstehende Landtagswahl und appellierten an eine Teilnahme an diese – eine überlegte Stimme abzugeben sollte jetzt vielen Schüler:innen leichter fallen.

(Jonas Albrecht, Colin Tritscher)

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