Schülerinnen und Schüler forschen in München

Vom 10. bis 14. Februar 2020 hatten fünf auserwählte Schülerinnen und Schüler der Q2 der Martin-Niemöller-Schule die einmalige Gelegenheit, über ein Reisestipendium des MNU eine Forschungswoche am Deutschen Museum in München zu verbringen und dort zu forschen. Dies ist ihr Erlebnisbericht:

Trotz der erschwerten Anreise durch das Sturmtief Sabine kamen wir alle noch am Montagabend an der Unterkunft im Kerschensteiner Kolleg, direkt im Museumsgebäude, an. Viele weitere Stipendiaten, auch die für unsere Gruppe zuständigen Lehrer, hatten wegen des Zugausfalls ihre Anreise erst am Dienstag antreten können. Der Kurs begann mit einer Übersichtsführung durch die interessantesten Ausstellungen des Museums, wobei wir uns schon nach einem Thema für die Facharbeit, die jeder von uns über eines der Exponate schreibt, umsahen.

Für den Dienstag war eine Exkursion zur TU München im Fachbereich Robotik geplant. Hier haben wir Einblicke in die Entwicklung von gerontologisch einsetzbaren Robotern erhalten. Wir stellten uns an verschiedenen Stationen ethischen, technischen und alltagsbezogenen Problemfragen.

Spannend ging es am Mittwoch weiter mit einer Vorführung darüber, wie Meteorologen aus Satellitenbildern die Wettervorhersage erstellen. Außerdem wurde thematisiert, wie man mit alten Satelliten und Weltraumschrott umgehen könnte. Am Abend besuchten wir dann einen Vortrag der Reihe „Wissenschaft für Jedermann“ über Elektromobilität in Afrika von Dr. Markus Lienkamp, der an der Entwicklung des sogenannten aCars maßgeblich beteiligt war.

Die Technik hinter dem Rasterelektronenmikroskop erlernten wir dann am Folgetag: getrocknete Tierchen oder Pflanzenteile werden leitfähig gemacht, sodass man ihre Topografie bei 1.000.000-facher Vergrößerung auflösen kann. Die Bilder, die dabei entstehen, sehen wirklich sehr beeindruckend aus. Später wurden uns Experimente mit flüssigem Stickstoff demonstriert, wobei auch seine Eigenschaften und Extraktion erläutert wurden. Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir mit Pizza und Gesellschaftsspielen ausklingen.

Am Freitagmorgen hatten wir noch ein letztes gemeinsames Frühstück mit dem Kurs, danach gab es noch einen unterhaltsamen und interessanten Vortrag über Nanotechnologie mit vielen anschaulichen Beispielen.

Zwischen den einzelnen Veranstaltungen hatten wir immer Zeit, auf eigene Faust das Museum zu erkunden und in der Bibliothek zu dem Thema unserer Facharbeiten zu recherchieren. Wir wählten sehr unterschiedliche Themen für unsere Spezialthemen. Lana erforschte die Kernspaltung. Carolina und Michel waren von der Sonderausstellung zum Thema Kaffee fasziniert. Sie beschäftigen sich mit der technischen Realisierung des Kaffeemachens und den chemischen Reaktionen bei der Kaffeeherstellung. Vitaly verbrachte viel Zeit in der Astronomie-Ausstellung, die sich über mehrere Stockwerke erstreckte und erforschte Chancen und Grenzen verschiedener Teleskoptypen. Jenny ist von den Möglichkeiten der Bionik fasziniert und schreibt über Tissue Engineering.

Nach einer aufregenden Woche sind wir nun wieder auf dem Heimweg. Wir haben viel Neues und Interessantes gelernt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Auch mit einigen der anderen Stipendiaten haben wir uns angefreundet und so deutschlandweit neue Kontakte geknüpft. Es war eine rundum tolle Woche mit vielen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen!

(Carolina Goroncy, Jenny Krause, Lana Lehnert, Vitaliy Shykhardin und Michel Wahmes)

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.