Siegreich beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Die MNS-Schüler Anne Liebau und Mika Stein haben beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2018/19 eine der begehrten Landessiege errungen.

Für ihre Arbeit „Theater in Trümmern. Die Krisen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zwischen 1945 und 1953“ führten die beiden zwischen September 2018 und Februar 2019 mehrere Experten- und Zeitzeugeninterviews und werteten hunderte Seiten Archivmaterial aus. Dabei interessierte sie insbesondere die Wechselwirkung zwischen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krisen- und Umbruchssituation der Nachkriegszeit einerseits und den Existenz- und Wirkungsbedingungen des Theaters andererseits: Wie waren die materiellen und finanziellen Belastungen des Theaters inmitten einer Trümmergesellschaft? Welche Menschen standen auf und hinter der Bühne? Wie stark prägte das politisch-gesellschaftliche Spannungsfeld zwischen nationalsozialistischer Vergangenheit und demokratischer Zukunft den Neubeginn des Staatstheaters?

Die Ergebnisse ihrer monatelangen Recherche zeichnen ein bisher erst in Ansätzen bekanntes Bild über den konfliktreichen Neubeginn des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden nach 1945, das grundsätzliche – nach wie vor aktuelle – Fragen zum Verhältnis von Gesellschaft, Kultur und Politik aufwirft.

Wir freuen uns, dass die Jury die große Eigenleistung der beiden mit einem Landespreis würdigte. Die feierliche Preisverleihung wird am 13. September in der Hessischen Staatskanzlei erfolgen. Zudem sind Anne und Mika damit für eine Auszeichnung auf Bundesebene qualifiziert.

Die Martin-Niemöller-Schule gratuliert herzlich und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg!

(Dr. Benjamin Laqua)

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