Spektakulärer Sporttag der E-Phase

28 Grad, sechs Spieldisziplinen, vier Klassen mit jeweils zwei Teams und ein Ziel: Spaß haben. Die Voraussetzungen für den Sporttag der neuen E-Phase am 23.08.2019 sind grandios, der blaue Himmel soll nicht zu viel versprechen. Es ist kurz nach neun, als alle Schüler gespannt den Worten des Turnierleiters folgen und endlich loslegen wollen. Die sechs verschiedenen Disziplinen sind anforderungstechnisch breit gefächert. Die Klaviatur reicht von einem möglichst kreativen Klassenfoto über die Sportart Hockey bis hin zu einem Spiel, bei dem es darum geht, Wasserbomben so auf das Feld des Gegnerteams zu werfen, dass diese platzen, wobei kein gegnerischer Wurf auf dem eigenen Feld zerschellen soll. Kreativität, Ausdauer, Geschicklichkeit und vor allem eins – Teamgeist – sind gefragt. Alle Fähigkeiten würden sich ausgeprägt zeigen und zusammen enorm zur positiven Entwicklung dieses unvergesslichen Sportereignisses beitragen. Von Anfang an ist die Motivation nicht zu stoppen. Besonders beim Zonenball (ein Ball muss in eine Zone befördert werden, was aber nur per Wurf geschehen darf) ist nichts mehr von der anfänglichen Fremde untereinander zu sehen; obwohl die Einschulung erst zwei Wochen her ist. Mit bemerkenswerten Spielzugkreationen und Traumpässen zaubern die Teams größtes Staunen in die Gesichter der Zuschauer. Während man insgeheim auf eine Erfrischung beim Wasserbombenspiel hofft, ist die Anspannung beim Teamseilspringen umso größer. Ziel ist es, mit möglichst vielen Personen zehnmal erfolgreich zu springen. Ein an den Nerven zerrendes Spektakel, wenn man immer und immer wieder zusehen muss, wie der zehnte Sprung einfach nicht gelingen möchte. Vermehrt kritische Blicke bei Klein und Groß gibt es in Anbetracht des Brennballspiels (wie Baseball ohne Schläger). Die ohnehin knifflige, schnelligkeitsfordernde Bewältigung der vier Strecken wird durch drei Hindernisse erschwert. Diese setzen sich aus einem Kasten, Slalomstangen und einer Bank zusammen, die es zu überqueren, durchlaufen und unterqueren gilt. Hingegen mentales Geschick wird beim Klassenfoto gefordert. Bis auf die Zeit (15 Minuten) gibt es keine Vorgaben. Die dabei entstandenen Ergebnisse lassen sich alle sehen. Während sich eine Klasse als Gangstergruppe verkleidet, formt eine andere ihren Klassennamen aus Schülern – ein anderes Bild stellt den Nutzen der Digitalisierung an Schulen kritisch in Frage. Letzte Disziplin ist das bereits angesprochene Hockeyspiel. Bemerkenswert ist, wie geübt die Schüler*innen mit Schläger und Ball umgehen. Meisterhafte Spielzüge und dramatische Führungswechsel tauchen die Zuschauer am Ende des Tages noch einmal in ein Wechselbad der Gefühle. „Clutch-Time“, wie man im Basketball sagt. Emotionen und Gefühle prallen aufeinander, denn so langsam wittert jede Klasse auch eine Chance auf den statistischen Gesamtsieg. Am Ende ist es die E02, die sich mit nur zwei Punkten Abstand Sieger nennen darf. Denn gewonnen haben ja alle – im Herzen und Sinne der Klassengemeinschaft.

 

(Ferdinand v. Stuckrad-Barre)

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